Am Anfang war das Wort


Ich erlaube mir zu denken

03.02.2014 - Ich finde Denken wichtig! Als kleiner Philosoph sowieso und im Grunde bin ich der Überzeugung, dass jeder ein Philosoph ist, da sich doch jeder mehr oder weniger in Auseinandersetzungen zu Fragen seines Lebens befindet.

Ich bin der Meinung, wo es Fragen gibt, da gibt es auch Antworten. Ansonsten wäre es irgendwie unsinnig, wenn man keine Antworten finden würde auf was man eine Frage hat, oder?
Wie schon die Bibel sagt: „Wer sucht der findet“! (Mt 7,8) Nur suchen muss ich schon selber, wenn ich was finden möchte. Das ist ja mit allem so, selbst das Osterei, das man mir versteckte musste ich suchen, sonst würde es immer noch dort liegen.

Ich finde es wichtig zu suchen, vor allem ab und an mal Inne zu halten und Nachzudenken über das was ist und was um mich herum geschieht. Meine Lieblingsprofessorin hat mal gesagt: „Wenn wir uns nicht den schwierigen Fragen stellen, dann können wir uns auch gleich gar keinen Fragen stellen!“ Oder anders gesagt: „Worüber man nicht schweigen kann, davon muss man sprechen!“
Ich finde sie hat Recht. Gerade heute gibt es viele offene Fragen, die sich meines Erachtens viele nicht mehr zu stellen trauen. Ich weiß nicht was die Angst dahinter ist, oder was es ist, dass manche allzu oft dazu verleitet eben gar nicht erst anfangen zu suchen oder darüber zu sprechen.

Oft bemerke ich eine gewisse Ohnmacht bei Fragen wie:
Wo kommen wir her, wo gehen wir hin?
Was ist das Leben?
Was ist der Sinn der ganzen Sache hier auf Erden?
Gibt es eine Bestimmung für uns?
Sind wir nur ein lustig zusammengehäuftes Molekulargebilde das sich hier ohne Bestimmung durch die Zeit bewegt?
Was ist Zeit überhaupt?
Sind alle Religionen gleich?
Kann ich wissen wer Gott ist?
Was ist Glauben?
Liebe was ist das?
Tod und dann...?
und und und...


Ihr seht, es gibt einen Haufen von Fragen und ich denke, wir alle tragen viele dieser Fragen in uns herum, gerade auch deshalb weil sie von uns beantwortet werden möchten.
Denn wie gesagt, auf eine Frage gibt es auch eine Antwort und so sehe ich es wie einer meiner Lieblingsdichter Herr Rilke trefflich formuliert hat:

Sie sind so jung, so vor allem Anfang, und ich möchte Sie, so gut ich es kann, bitten, lieber Herr (Frau), Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbstliebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.

So will ich hier bei der Bloggerei von meinen Erfahrungen erzählen, die sich durch das Leben gewisser Fragen ergeben haben. Ich möchte euch teilhaben lassen an Beantwortetem und noch Offenem und ganz bestimmt gehe ich auch heikle und heitere Themen an. Doch, immer wird es um uns gehen, um unser Leben hier auf unserem illustren Erdball, ja und um nicht zu vergessen wird es sich um Gott und Jesus drehen, von dem wir ja alle kommen... oder?

Der kleine Philosoph.

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