Am Anfang war das Wort


Christus ist Sieger

24.04.2015 - Es ist Osterzeit. Das Osterwochenende ist zwar wieder etwas her, aber die Kirche feiert ja noch bis Pfingsten die „Osterzeit“. Eine Zeit, damit wir die Auferstehung von Jesus Christus an Ostern immer noch besser begreifen können. Ich glaube wir haben diese Zeit, weil die Auferstehung einfach so gross und zentral ist. Es ist für uns gut und nötig, genug Zeit zu haben, um sie besser zu verstehen!

Christus ist „Sieger“: Den Tod hat er besiegt. Den Tod ... Das ist ja schon grossartig. Eine ganz andere Kategorie als etwa ein schöner Gewinn des Fussballcups oder des Eishockey-Playoffs. Den Tod … Er hat ihn besiegt, weil er zuerst wirklich gestorben ist, wie wir Menschen es erleben, aber dann auferstanden ist: Nicht mehr tot, sondern neu, lebendig, am Leben. Ewig. Und das hat er auch uns versprochen. Die Texte in den Gottesdiensten sind jeden Tag voll von dieser Erzählung und Erklärung.

Stellen wir uns das vor: die ersten Christen waren noch ganz nahe dran am Ereignis der Auferstehung. Die einen hatten es mit eigenen Augen gesehen: Petrus, Johannes, Maria Magdalena, die Apostel. Sie sahen das leere Grab. Und Jesus, der ihnen mehrmals erschienen ist. Der sie alles viel besser verstehen liess. Dass es so sein musste. Dass Gott die Menschheit erlöst hat. Dass er uns ins absolut erfüllte, ewige, grossartige Leben führen will. „Ziehen“ will. Jeden Tag mehr.

Oder andere hörten es von Leuten, die es noch unmittelbar miterlebt hatten. Oder wieder andere hörten in ihren ersten, frühen Gemeinden von diesen Ereignissen, die sich wenige Jahre vorher ereignet hatten. Und so weiter. Durch die Jahrhunderte. Bis heute: Zürich, Wien, Oberbüren, 2015.

Wie ist Christus, der Sieger? Er ist ein allmächtiger Sieger, Gott, und doch ohne Waffen und Gewalt: Zwar ist er allmächtig, aber er liess sich schikanieren, misshandeln, quälen und sogar töten. Von uns ungerechten Menschen. Und unmittelbar vor seinem Leiden zeigte seine übergrosse Liebe, die allen „die Füsse wäscht“, wie er, der Meister, es seinen Jüngern tat. Das ist ja nicht menschliche Logik. Aber Gott, der uns seine unglaubliche Liebe zeigt. Und „trotzdem“, obwohl er sich so demütig und bescheiden macht, ist er allmächtig. Das ist schon unglaublich.

Wie lebe ich als Mensch, der vom Sieg von Christus über den Tod weiss? Natürlich eine grosse Frage. Aber hier sind einige Gedanken:
- Er hat mein absolutes Vertrauen verdient! Wovon sollte ich mich eigentlich wirklich fürchten? Ich weiss, der Glaube ist oft begrenzt. Aber er kann den Glauben wachsen lassen und verändern!
- Ich muss versuchen, umzukehren: Ein neuer Mensch werden. Er ist für meine Sünden gestorben. Dabei hilft sicher regelmässiges Beichten, wo ich wieder umkehre und Christus mich „neu macht“
- In harten Momenten habe ich einen mächtigen, liebenden Begleiter! Die Bibel zeigt uns, dass die Jünger nicht vor Stürmen und Problemen verschont blieben. Aber wir wissen, dass Christus, der den Tod am Kreuz annahm, dann auf geheimnisvolle Weise bei mir ist und mich stärkt.
- Christus kann wirklich handeln in meinem Alltag.
- Freude!

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