Am Anfang war das Wort


Füsse die gebraucht werden wollen!

17.04.2016 - 17.04.2016 - Juhui, es ist endlich wieder soweit. Es gibt ein Abenteuer zu bestehen! Ein Abenteuer zu gehen. Oder noch besser: ein Abenteuer zu laufen. Denn wir sind eine Woche nur zu Fuss unterwegs. Bist du dabei?

Juhui, es ist endlich wieder soweit. Es gibt ein Abenteuer zu bestehen!
Mein Name ist Adrian, bin jetzt 19 Jahre alt und habe seit ein paar Monaten die Autoprüfung. Damit möchte ich jetzt nicht angeben, sondern alles andere. Denn seit da bin ich ein richtiger Faulpelz geworden. Und man kann gut sagen, ich habe jetzt auch ein paar „Gramme“ mehr, die ich gerne haben darf, oder eben auch nicht. Gut, ich fahre auch wirklich gerne Auto. Aber ja, das ist wirklich keine Ausrede dafür, dass ich sogar die kleinsten Strecken mit der Metallkiste bewältige. Ich erinnere mich an früher, als ich noch bei Schnee und Regen, keuchend trampelnd mit dem Velo die Strasse nach Hause hoch geradelt bin oder im Abendrot der Sommersonne die Kieselwege in den Magdenauer-Höhen entlang joggte. (fürs Kopf Kino: Ein kleiner Weg führt entlang des Waldes, Vogelgezwitscher im Hintergrund, grasgrünes Gras am Wegrand, farbige Blümchen, die die letzten warmen Sonnenstrahlen geniessen. Das Knirschen in den Ohren, wenn sich die dahin-schwebenden Füsse auf den Kieselweg abstossen um der romatischrotfarbigen Abendsonne näher zu kommen.) Ach, das waren noch Zeiten. Schöne Zeiten. Aber vor allem sportliche Zeiten. Tja, jeder wird halt älter.

Doch es gibt auch bei mir immer wieder solche Momente, in denen ich plötzlich dieses grosse Verlangen nach dem Sport fühle und mir begeistert vornehme: Adrian, diese Woche gehst du wieder Joggen. Oder: Adrian, weshalb eigentlich nicht Schwimmen? Ich weiss, du warst noch nie eine Wasserratte, aber beim Schwimmen bleibst du fit und belastest deine Knochen nicht so sehr wie beim Joggen. Und du könntest endlich einmal richtig Schwimmen lernen (was, der kann ich nicht schwimmen? Du lachst? Aber ich wette mit dir, niemand schlägt mich bei einem Hundeschwimm-Wettrennen. Natürlich mit Bellen.) Hmmm. Vorsatz hin oder her. Habe ich das jemals geschafft?
Nein. Hart, aber wahr.

Aber so sollte das nicht weiter gehen. Nein, ich werde das ändern. Hier und Jetzt. Also nehme ich mir folgendes vor. Einfach mit dem Velo statt mit dem Auto zur Arbeit zu gehen wäre einfach zu Mainstream. Jeder zweite (oder vielleicht jeder 10te ) macht das. Er fährt dann mit dem Velo zur nächsten Bushaltestelle oder gleich zum Bahnhof und von da mit den ÖV zur Arbeit. Ja, es ist schon eine Leistung und ich bewundere jeden, der das trotz der Autoprüfung macht. Aber ja, irgendwie fehlt da schon noch das Abenteuerliche. Gut, ich könnte direkt mit dem Velo zur Arbeit fahren, das wären dann ca. 20 Kilometer und knappe 380 Höhenmeter, wofür ich etwa 1 Stunde und 20 Minuten bräuchte. Was dann doch eine recht gute Leistung wäre. Aber irgendwie reicht mir das nicht ganz. Hmmm, was könnte das wohl sein?
Richtig. Ich werde es einfach zu Fuss machen. Also: Ich möchte eine Woche lang den Zeitschalter ein wenig zurück drehen und alle meine Wege zu Fuss begehen. Ausser ich könnte gerade mit einer Kutsche mitreiten. Im wortwörtlichem Sinne. Das heisst: Ich werde ganz normal zur Arbeit und in die Schule gehen. Doch anstelle meines “dazumal“ noch nicht erfundenen Autos oder Velos werde ich meine beiden Freunde, die Füsse, als Fortbewegungsmittel benutzen. Zu Gerne würde ich mich gleich eine Woche lang zurückversetzen und zu meinen ehemaligen „Vorbildern“, den Rittern, in die Schlacht ziehen und nebenbei kurz eine Prinzessin erobern. Doch das könnte ich doch auch hier? Okey, das wäre dann ein nächstes Abenteuer. Oder liest da vielleicht gerade eine Prinzessin mit?

Also, ich weiss noch nicht genau wie viele Kilometer ich in dieser Woche zurücklegen werde und wie viele Stunden ich alleine zu Fuss unterwegs sein werde, doch ich freue mich auf ein nicht gerade alltägliches Abenteuer, das ich hoffentlich mit erhobenem Kopf und gesunden Füssen bestehen werde.
Hier die Frage an dich: Machst du mit? Vielleicht nicht gerade eine Woche lang, aber kleine Wege die gut zu Fuss (oder meinetwegen mit dem Velo) machbar sind anstatt mit dem Auto oder dem Bus zu Fuss bewältigen. Die Umwelt wird es dir danken, zudem ist es doch auch gut für die Seele, ein wenig frische Luft, Zeit über das Leben, über Gott und die Welt nachzudenken. Zeit, einfach vom stressigen Alltag oder der Arbeit herunter zu kommen und vielleicht ein wenig Zeit um dein Herz zu finden.

Stefan und ich werden das folgende Woche so unternehmen und freuen uns ab jeder Brieftaube die uns zugeflogen kommt. (Da es ja zu dieser Zeit noch keine SMS oder facebook gegeben hat). Ende Woche werden wir dann unsere Erlebnisse wieder hier hochladen und freuen uns jetzt schon auf eure Geschichten und Kilometer, die ihr in dieser Woche (hoffentlich) erleben werdet. Also eine gute und gesegnete Woche und gut Marsch.

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