Am Anfang war das Wort


Frau sein

02.05.2016 - Was bedeutet es heute, Frau zu sein? Ist eine selbstbewusste Frau eine, die keine Männer braucht oder eine, die sich der Einzigartigkeit und der Besonderheiten ihres (und des männlichen Wesens) bewusst ist? Ein paar Gedanken zum modernen Feminismus.

Ich habe so meine Schwierigkeiten mit dem modernen Feminismus.

Klar, die Kämpferinnen der ersten Stunde in unseren Breiten haben eindeutig grundlegend Wichtiges erreicht. Was aber der westliche Feminismus heute tut, ist der modernen, selbstbewussten Frau (und auch allen anderen betroffenen Zeitgenossen) Knüppel zwischen die Beine zu werfen: Von umständlichen und schlichtweg hässlichen Sprachregelungen (von denen das Binnen-I noch die Harmloseste ist), absurden Diskussionen um geschlechtsneutrale Bundeshymnen , bis hin zu Frauenquoten, die hin und wieder zu dem Ergebnis führen, dass Frauen auf Grund ihres Geschlechts eine Position erreichen, die sie auf Grund ihrer Qualifikation nicht bekommen hätten.

Wer Feministinnen heute zuhört, gewinnt den Eindruck, dass das Frau-Sein ein unaushaltbar benachteiligter Zustand ist, dem frau nur dadurch Herrin wird, dass sie mit aller Macht danach strebt, genau das gleiche zu dürfen und zu tun, was Männer dürfen und tun. (Oder auch dadurch, am besten barbusig Gift und Galle spuckend ihren Männerhass unverhohlen an die Öffentlichkeit zu tragen. Gott sei Dank sind diese Damen in der Minderheit.)

Ist das wirklich das Image, das uns Frauen entspricht?

Den oben erwähnten mehr oder minder harmlosen Polit-Klamauk könnte man noch getrost ignorieren. Doch das neueste erklärte Ziel des Feminismus, nämlich die Abschaffung des Geschlechtsunterschiedes an sich, ist nicht mehr komisch. Biologische Tatsachen werden als soziale Konstruktion, die entsprechende Wissenschaft als unwissenschaftlich bezeichnet.

Was ist schlimm daran, dass sich Mann und Frau im Wesen grundlegend unterscheiden? Ist es nicht eher ein Geschenk, dass sich die beiden Geschlechter dadurch auf einzigartige Weise ergänzen? Ist es nicht genau diese Tatsache, durch die Frauen (und Männer) in der Welt am meisten bewirken? Warum ist es ein hehres Ziel, meiner Tochter beizubringen, dass sie am weitesten kommt, wenn sie kämpferisch, tough und emotional ungerührt durchs Leben geht, mit dem ständigen Gefühl, sich wehren zu müssen?

Ist es nicht eigentlich schön, ihr Wesen zu entdecken, zu fördern und sie dahin zu führen, dass sie in ihrer Weiblichkeit ruhend deren Stärken entdeckt und einsetzt?

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