Am Anfang war das Wort


Das eine Notwendige

03.06.2016 - In letzter Zeit machte ich eine großartige Entdeckung. Ich war mit einem Mann unterwegs, der mich immer wieder nervt. Ich kann nicht sagen warum das so ist, aber er bringt mich wirklich sehr schnell aus der Ruhe und ich kann nichts dagegen unternehmen. Ich versuchte schon alles, aber nichts hat wirklich eine Veränderung gebracht, bis mir eine Idee kam...

Da ich schon wusste, dass diese Begegnung mich aus der Fassung bringen wird, war ich innerlich angespannt. Und dann kam der Auslöser – irgendeine Bemerkung, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Ärger, Groll, Unruhe und eine gewisse Hilflosigkeit breiteten sich in meinem Herzen aus. Musste das sein? Warum ist es so schwierig, mit diesem Menschen auszukommen? Stimmt etwas mit mir nicht? Oder ist vielleicht er irgendwie komisch? Diese und gefühlte tausend andere Fragen schießen mir durch den Kopf.

Ich war nicht das erste Mal in dieser Situation. Schlimm war, dass ich wusste wie es enden wird. Ich bin nach solchen Begegnungen ein wenig aggressiv und entmutigt – weil ich es nicht schaffe solchen Menschen so zu begegnen, dass wir beide etwas Gutes nach Hause nehmen können. Dieses eine Mal war es mir zu viel. Ich wollte nicht schon wieder den halben Tag schmollend und entmutigt durch die Gegend geistern. Es war genug!
Dann kam mir die Idee! Ich muss mich entscheiden, nett und wohlwollend diesem einen Menschen zu begegnen. Klingt nicht so großartig… Ich versuchte es trotzdem – ich wollte aus der hoffnungslosen Situation einfach raus. Ich traf diese Entscheidung und es funktionierte! Es ist unglaublich! Nachdem ich mir gesagt habe: „Du wirst diesem Mann mit Wohlwollen begegnen“, konnte ich ihn annehmen.

Ich weiß, dass das nicht so genial klingt. Mir ermöglichte aber diese Entscheidung einen neuen Anfang. Um ehrlich zu sein: Der Mann nervt mich immer noch mit denselben Dingen. Gott zeigte mir aber einen Ausweg! Meine Entscheidung veränderte alles, weil ich Gott in meiner Verzweiflung nicht losgelassen habe. Ich schuf den Raum für den anderen. Es ist erstaunlich wie wenig notwendig war…

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