Am Anfang war das Wort


Ein Zuhause für Koffeinsüchtige

09.08.2016 - Weltjugendtag in Krakau... Ich brauchte fünf Tage, bis ich danach normal funktionieren konnte. Die Tage in Krakau waren also anstrengend – aber nicht nur!

Gott sei Dank habe ich, wie Tausende andere, Großartiges erlebt – Gemeinschaft mit Gott und den Menschen. Diese Zeit war für mich persönlich eine große Schule der Geduld und der Umkehr.

Es gibt gefühlte tausend Sachen, über dich ich schreiben könnte. So viele Begegnungen, so viele Erlebnisse...
Was mich auf eine ganz besondere Art und Weise beeindruckt hat, war, wie mancherorts die jungen Menschen empfangen wurden. So viel Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft habe ich in meinem Leben noch nie gesehen.
Eines Nachmittags sind wir in einer kleineren Gruppe in die Altstadt gegangen. Wir haben nach einem ruhigen Ort gesucht. Mir ist eingefallen, dass im Garten des Dominikanerklosters ein Café eröffnet wurde – Café Frassati. Ich kann nur sagen: ein genialer Ort, an dem man sich gleich zu Hause fühlt. Ich habe dort einen echten und guten Espresso bekommen! Das war die Erlösung... Es gab dort selbstgemachte Smoothies, Kekse und vieles mehr – freies WLAN und saubere Klos. Ein unwirklicher Ort inmitten der Menschenmassen in Krakau. Was mich aber am meisten beeindruckt hat war, dass dort die Brüder selbst anwesend waren. Nicht nur so, um mit den Leuten zu plaudern – sie haben den rettenden Espresso gemacht und standen einfach an der Theke. Sie waren nicht alleine – Dutzende Helfer sausten durch die Gegend.

Ich setzte mich erschöpft mit meinem Espresso auf den Boden und dachte mir – so ist Kirche! Ein Ort, wo ich willkommen bin, wo alles mit einem Lächeln serviert wird und auch eine gewisse Qualität hat. Dass ich immer wieder die Kirche als so einen Ort erlebe, gibt mir Hoffnung für die Zukunft.

Mein Fazit dieses Nachmittags lautet: Willst du eine tolle Kirche – dann mach etwas dafür! Einfache Dinge ermöglichen viel. Das Wichtigste ist aber, dass ich die Menschen einfach mag und ihnen gerne diene. Das ist, was mir in meinem Leben ein Leitfaden ist – „Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.“ Mt 20, 28

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